Die letzten Seiten
Posted in Gedanken by admin on April 13th, 2008
Durch die Einleitung seines letzten Textes, brachte mich Ikarus auf die Idee, über die letzten Seiten von Büchern zu schreiben. (Danke für den Link, nebenbei.) Die letzten Seiten eines Buches sollten für mich immer etwas besonderes sein. Sie sollten überraschend sein oder aufklärend oder Gedanken anregend oder abschliessend. Aber sie sollten ein vorläufiges Ende darstellen. Spätestens auf der letzten Seite muss die Spannung weggenommen werden. Damit man sein Buch entspannt zur Seite legen kann und vielleicht später oder sogar viel später, wenn man an das gelesene zurück denkt, dann kann man sich vielleicht, wenn man will, die Geschichte weiter denken.
Da gibt es Geschichten, wo man auf den letzten Seiten zu spüren beginnt, dass sie nun ein Ende nehmen werden und man fängt an noch intensiver zu lesen, weil man nicht will, dass es hier endet. Vielleicht weil die Geschichte so spannend war oder weil sie einfach so schön geschrieben ist oder vielleicht hat man sich ein wenig in die Romanfigur verliebt. Und nun soll alles ein Ende nehmen. Und man weiss, dass die eigenen Gedanken die Geschichte noch ein wenig weiter schreiben können, doch irgendwann ist es aus und vorbei.
Und dann gibt es die Geschichten, welche einfach zu Ende sind. Man muss nicht mehr darüber nachdenken, was danach passieren würde. Alles ist gut oder alle sind tot aber es ist zu ende. Und man kann sein Buch gemütlich zur Seite legen.
Was ich gar nicht mag, sind Bücher in denen die Geschichte einfach im Sand versickert, ohne Spannung, ohne Ende, ohne Anfang einer neuen Geschichte, ohne Sinn. Nein, mag ich nicht. An der Stelle muss ich auf “A long way down” hinweisen. Das Buch ist für diese Aussage verantwortlich. (Das wollte ich schon lange sagen!)




just4ikarus says:
Ich lese immer ganz unruhig, bis ich ungefähr einhundert Seiten vor dem Ende stehe. Und dann kann ich gelassen und mit großer Vorfreude dem Ende entgegenfiebern.
Wenn ein Buch “bescheuert” endet, ärgere ich mich. Denn wenn man über zweihundert oder dreihundert Seiten liest und steht am Ende dumm da, das darf nicht sein.
April 14th, 2008 at 4:00 am
Da Shan says:
Ich hatte schon viele Bücher die mich zuerst nicht befriedigten aber später mal wieder beim nachdeneken dann doch funktioniert haben, auch wenn die letzte Seite manchmal nicht das hielt was ich brauchte.
April 14th, 2008 at 5:40 am
admin says:
@Ikarus. Genau das meine ich. Ist mir zwar noch nicht oft passiert. Aber ein Buch sollte irgendwie ein Ende haben, vielleicht ein offenes Ende, Vielleicht ein neuer Anfang oder einfach ein verdamtes Ende Ende, keine Ahnung. Aber es gibt Bücher die sind einfach zu ende und man hat das Gefühl, dass der Autor einfach keine Lust mehr hatte und aufgehört hat zu schreiben.
Und da steht man echt dumm da.
@Da Shan. Ich habe auch scho viele Bücher, welche mich am Anfang etwas langweilten, wenn sich das dann später ändert ist es mir ja egal. Aber wenn nicht, dann habe ich ein Problem mit dem Buch.
April 14th, 2008 at 2:15 pm