Grosse Fische in kleinen Bächen
Posted in Geschichten by admin on April 10th, 2008
Dies ist eine weitere Geschichte aus meiner Kindheit, welche sich im stattlichen Landhaus meines Onkels in einem kleinem Ort nahe der Stadt Belfort, in Frankreich zugetragen hat. Es muss wohl in der selben Zeit gewesen sein, wie die Geschichte der alten Frau Nauer. Wir fuhren zu jener Zeit bestimmt einmal im Jahr für einige Tage nach Belfort. In diesem Jahr wurden wir noch von unseren Bekannten, der Familie Leuenberger begleitet, deren ältester Sohn mein damals bester Freund war. Das war mir natürlich ganz recht, da ich mich normalerweise nur mit meiner Schwester oft langweilte.
So fuhren wir dann, wahrscheinlich irgendwann in den langen Sommerferien, richtung Belfort um dort im kleinen Dorf in der Nähe einige Tage zu verbringen. Nach einigen Stunden Fahrt, erreichten wir das Landhaus meines Onkels, welches über einen riesigen Garten verfügte, welcher an einen kleinen Bach grenzte. Im Garten spielten wir dann Botscha, Fussball oder Frisbee. Oder wir kletterten im Bachbett herum.
Nach einer Weile begannen wir damit, im Bach einen kleinen Damm zu bauen. Dieser Damm wuchs dann von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag. Bis wir den Bach irgendwann, nach unseren Vorstellungen in neue Bahnen leiteten. Die Tage vergingen und spielten unsere Spiele, wir assen gutes Essen und machten kleine Ausflüge.
Es muss dann wohl am zweitletzten Tag gewesen sein, wo sich der Vater meines besten Freundes zum Bach schlich, um dann mit rufen und lachen über die Wiese ins Haus zu rennen. In den Händen den wohl grössten Fisch, den ich bis dahin in meinem noch jungen Leben, in echt gesehen hatte. Ein Fisch ging in eure Falle und ich habe ihn sogleich gefangen, sagte er uns. Und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dass der Fisch in einen Plastik gewickelt war, wie das beim Fischkauf so üblich ist, war mir damals natürlich nicht aufgefallen. Ich bin mir nicht mal sicher ob ich dann von meinem Fisch gekostet hatte.
Aber eins weiss ich, dass es ein Erlebnis fürs Leben war und ich wohl Jahre lang damit angegeben hatte. Und selbst als ich dann später meinen ersten Fisch mit der Angel fing, war das nicht mal mehr halb so spannend, wie dieser erste echte Fisch aus unserem kleinen Staudamm.




lexxa says:
Das erinnert mich gerade an meine Angel-Erlebnisse mit unserem Vater in Ungarn! Ich habe diese Stunden geliebt, auch wenn ich noch so jung war.. Nur gabs da ein kleines Problem, weil mir die Fische immer leid getan haben und sie befreit habe, sobald mein Dad nicht aufgepasst hat. Das hat uns einige Abendmahle gekostet
April 11th, 2008 at 1:12 am
admin says:
Hehe. Mein Fisch war nicht mehr zu retten. Der wurde schon tot gekauft
April 11th, 2008 at 1:15 am
lexxa says:
ja klar, aber eine liebe Geste von deinem Dad. Was tut man nicht alles, um seine Kinder glücklich zu machen!! (In den meisten Fällen zumindest..)
April 11th, 2008 at 1:29 am
admin says:
Der Dad meines besten Freundes
April 11th, 2008 at 1:31 am
lexxa says:
ja, aber das spielt doch in dem Fall keine Rolle
Er hat es für seinen Sohn und dessen besten Freund getan!
April 11th, 2008 at 1:54 am
admin says:
Ja klar
(Also nicht mehr “seinen Sohn und dessen beste/n Freund/in”???)
April 11th, 2008 at 2:00 am
lexxa says:
genau!!!
April 11th, 2008 at 2:05 am
admin says:
Und damit hast du natürlich recht
April 11th, 2008 at 2:08 am