Mein erster Roman
Posted in Gedanken by admin on August 17th, 2008
Eine Geschichte aus frühen Jugendzeiten. Die Geschichte erzählt von meinem ersten Versuch etwas zu schreiben. Zu dem Zeitpunkt hatte ich natürlich noch weniger Ahnung vom Schreiben als jetzt. Irgendwie kamen wir zu dieser Zeit wohl an eine alte Schreibmaschine und mir schien es irgendwie logisch diese auch zu benutzen. Und so sass ich dann auch eines schönen Tages vor jener schönen alten Schreibmaschine und versuchte meine Fantasie wirken zu lassen.
Und wie ich so nachdachte, sah ich plötzlich dieses typische englische Landhaus vor meinem geistigen Auge. Auf der Terrasse sass der Herr des Hauses, Hauptfigur dieses grossartigen Romans, denn ein Roman musste es natürlich werden, seines Zeichens übrigens selbst Romanautor. Und er sass da auf seiner Terrasse, sah auf sein Land, seinen Besitz und liess sich vom Butler Tee servieren. Das Wetter war schön, untypisch für diese Jahreszeit und diesen Ort. Und wie er da so in die Ferne sah, ergab er sich seiner Fantasie, jagte diesem und jenem Gedanke nach, um diese gleich für den nächsten wieder zu vergessen.
Nach einer Weile wurde mir klar, dass ich niemals auch nur einen Gedanken meiner Romanfigur würde fassen können, da ich diesen Romanautor, der da auf seiner Terrasse sass, nicht kannte. Ich kannte weder seine Vergangenheit, noch seine Zukunft. Ich kannte nicht mal seinen Namen. Wie zum Teufel sollte ich also über ihn schreiben?
Nun, man könnte nun sagen, dass es nicht einfach ist, glich mit einem Kriminalroman zu beginnen. Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass es auf jeden Fall sinnlos ist, zu schreiben ohne eine Idee zu haben. Ein englisches Landhaus ist da wohl einfach zu wenig. Ausserdem war ich zu diesem Zeitpunkt noch nie in England gewesen und meine Vorstellung eines englischen Landhauses, kam wohl dem Weissen Haus noch am nächsten.
So stellte ich die Schreibmaschine wieder weg, welche in der Folge nie mehr wieder gebraucht wurde. Zu schreiben begann ich erst wieder Jahre später, inspiriert durch Max Frisch und als Mittel gegen die Langeweile im Militärdienst. Jetzt schreibe ich über meine Gedanken, über Erlebnisse und Erfahrungen. Das scheint mir mit meiner begranzten Fantasie das beste zu sein.



