Sie lassen uns nicht
by admin on April 15th, 2008
Als wir uns traffen, wussten wir nicht wer wir sind.
Und wir verliebten uns, ohne zu wissen wer wir sind.
Und wir gaben uns einander hin, ohne zu wissen wer wir sind.
Und wir liebten uns, ohne zu wissen wer wir sind.
Und dann sagten sie uns, dass wir anders sind.
Sie sagten uns, dass unsere Liebe nicht ist.
Sie sagten uns, dass wir uns nicht mehr sehen können, weil wir anders sind.
Mein Mädchen
by admin on April 14th, 2008
Nichts was mir an ihr besonders auffallen würde, trotzdem fasziniert sie mich unendlich.
Ihr Lachen, schön wie Musik, trifft mich jeweils mitten ins Herz.
Ihre Stimme, sanft wie eine Welle auf dem See, berauscht mein Ohr.
Ihre Kraft wirkt in jeder Bewegung und erfreut mein Auge.
Ihr Körper strahlt mich unentwegt an und wärmt den meinen.
Über die Grenzen der Sprache hinaus verstehen wir uns.
(Entstand im Sommer 2007 auf einer Reise.)
Feine Worte 1 - Siddhartha
by admin on April 14th, 2008
“Die Liebe, o Govinda, scheint mir von allem die Hauptsache zu sein. Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten, mag grosser Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie nicht zu verachten, sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.”
Hermann Hesse, Siddhartha
Die letzten Seiten
by admin on April 13th, 2008
Durch die Einleitung seines letzten Textes, brachte mich Ikarus auf die Idee, über die letzten Seiten von Büchern zu schreiben. (Danke für den Link, nebenbei.) Die letzten Seiten eines Buches sollten für mich immer etwas besonderes sein. Sie sollten überraschend sein oder aufklärend oder Gedanken anregend oder abschliessend. Aber sie sollten ein vorläufiges Ende darstellen. Spätestens auf der letzten Seite muss die Spannung weggenommen werden. Damit man sein Buch entspannt zur Seite legen kann und vielleicht später oder sogar viel später, wenn man an das gelesene zurück denkt, dann kann man sich vielleicht, wenn man will, die Geschichte weiter denken.
Das Dichter Gedicht (1. Versuch)
by admin on April 13th, 2008
Warum kann ich die Worte nicht ordnen
Wie ein Vater für sie sorgen
Ein Dichter zu sein ist es was ich will
Das Leben zu erzählen was ich fühle hier drin
Mit der Feder über das Papier zu gleiten
In der Geschichte weiter zu schreiten
Doch nur wenig geht von der Hand
Und Stunden später auf gleichem Stand
Gedanken zur Bekanntschaftssucht
by admin on April 11th, 2008
Noch einmal muss ich auf meine Bekanntschaftssucht eingehen. Dabei muss ich erwähnen, dass ich glaube, diesen Begriff erfunden zu haben. Anfangen möchte ich den Text mit Entdeckung meiner Sucht. Wie und ob es danach weiter geht, weiss ich noch nicht.
Grosse Fische in kleinen Bächen
by admin on April 10th, 2008
Dies ist eine weitere Geschichte aus meiner Kindheit, welche sich im stattlichen Landhaus meines Onkels in einem kleinem Ort nahe der Stadt Belfort, in Frankreich zugetragen hat. Es muss wohl in der selben Zeit gewesen sein, wie die Geschichte der alten Frau Nauer. Wir fuhren zu jender Zeit bestimmt einmal im Jahr für einige Tage nach Belfort. In diesem Jahr wurden wir noch von unseren Bekannten, der Familie Leuenberger begleitet, deren ältester Sohn mein damals bester Freund war. Das war mir natürlich ganz recht, da ich mich normalerweise nur mit meiner Schwester oft langweilte.
Dem Ende so nah
by admin on April 10th, 2008
Das ist der Versuch, seine Gedanken zu Papier zu bringen, welche einem durch den Kopf gehen, in den Sekunden, wo man sich seinem Schicksal ergibt und vom Leben Abschied nimmt. Nach einem kleinen Unfall auf dem Meer, in einer scheinbar auswegslosen Situation.
Die alte Frau Nauer
by admin on April 10th, 2008
Ich möchte euch hier eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit erzählen. Ich erlebte diese in dem kleinen Dorf, wo ich aufgewachsen bin. Ich muss damals wohl zwischen sechs und sieben Jahre alt gewesen sein.
In der Strasse wo wir wohnten, hatte es noch einige andere Familien mit Kindern im meinem Alter. Und so ergab es sich, dass wir in den Sommermonaten täglich zusammen auf der Strasse spielten. Mal spielten wir Verstecken, mal mit Murmeln, mal Fussball oder wir machten ein Rennen mit unseren Rädern. Da es im Strasseneck etwas mehr Platz zwischen den Häusern hatte, war dies jeweils unser bevorzugter Ort für unsere Spiele. Doch genau an jenem Eck, stand das Haus der alten Frau Nauer. Und bei jedem Rufen oder Jauchzen eines der Kinder, schrie die Nauer aus dem Fenster “Jetzt ist aber mal Ruhe!” oder “Das hält man ja im Kopf nicht aus!”. Und da wir alle schreckliche Angst vor der alten Frau Nauer hatten, kam es so, dass wir dann jeweils beim spielen unterbrochen wurden und uns nach Hause verzogen.
So ging das wohl schon seit Jahren und es war für alle normal.
Brief ins Jenseits
by admin on April 10th, 2008
Sehr geehrter Herr Hesse
Bezug nehmend auf Ihr Buch Der Steppenwolf, möchte ich Ihnen hiermit einige Gedanken, sowie meine tiefe Bewunderung zukommen lassen. Ihr Werk, und ich meine dass es ein fantastische Werk ist, vermochte mich mit jeder Seite mehr fesseln. Immer mehr dürstete es mich nach Ihren feinen Worten. Sie schreiben Sätze wie ich sie nie zuvor las. Sätze die den Kern meiner Seele trafen. Sie sind längst unsterblich - den Gang durch die Wüste haben Sie mit Bravour bestanden, da bin ich mir sicher!
Und ich, ich werde Ihnen folgen. Ohne Rücksicht auf verluste werde ich den Pfad der Vernichtung begehen und mich ins Leben stürzen.
Ein Kuss
by admin on April 9th, 2008
Mir stockt der bei deiner ersten Berührung. Mein Herz hämmert gegen deine Hand an meiner Brust, eine Lippen verlangen nach einem Kuss, mein Körper schreit nach deiner Berührung und mein Verstand hüpft durch meinen Kopf.
Dann, nach unendlichen Sekunden treffen sich unsere Lippen und unsere Zungen vereinen sich in einem wilden Kampf. Wir werden eins und mein Atem wird schneller. Die unglaubliche Anspannung weicht langsam einem wunderschönen Gefühl.
Es klingelt, dein Taxi ist da, du bist weg und Leere macht sich breit. Was wird jetzt geschehen?
Ich wage nicht zu fragen, denn ich kenne die Antwort bereits.
Pläne ohne Titel
by admin on April 7th, 2008
Kann es etwas Törichteres geben als über Wünsche zu sprechen und nicht zu versuchen diese zu verwirklichen? So soll mich also keiner einen Verrückten schimpfen, welcher nicht selbst den Versuch unternahm, sich selbst zu verwirklichen.
So drehen sich meine Gedanken immer wieder um meinen Traum. Und wärend ich diese falsche Wirklichkeit noch lebe, bereite ich bereits den realen Traum vor. Was ich vorhabe ist wohl das schönste für den Menschen meiner Gattung - Man werfe den Alltag weg und beginne von neuem!!!
Hochgradig Bekanntschaftssüchtig
by admin on April 6th, 2008
Dieser Tage wundere ich mich wie selten zuvor über die Kindlichkeit einiger meiner Mitmenschen. Es kommt mir derweilen so vor, als wären gewisse Bekanntschaften wieder an einem Punkt angekommen, an welchen ich diese für normal beende oder Meer meiner Bekanntschaften untergehen lasse.
Einmal mehr bin ich zur Kenntnis gekommen, dass ich über diese oder jene Person genug erfahren habe und mich diese einfach nicht mehr weiter interessieren. Gleichzeitig bin ich auch nicht daran interessiert diesen Personen mehr über mich zu erzählen, was ich zweifellos im Stande wäre. Jeder kann nun wahrscheinlich verstehen, dass ich nicht im Geringsten an der Plege solcher Bekanntschaften arbeiten möchte.



